Darf man im Alter noch Skateboard fahren?

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…und wenn es einmal soweit ist, will ich auf meinem Skateboard sterben! (Die Ärzte, Madonnas Dickdarm)

Seit einigen Jahren habe ich jeden Sommer das Bedürfnis, wieder Skateboard zu fahren. Als Jugendlicher habe ich das geliebt. Sobald es halbwegs warm wurde und bis der erste Schnee fiel, stand ich auf meinem Board und bin durch die Straßen gerollt. Kunststücke waren nie so meins, ich konnte nicht mal ’nen Ollie gut. Aber einfach den Wind um die Nase pfeifen lassen, das war toll! Und natürlich hab ich mir sämtliche Knochen gebrochen. In einem Jahr war es hinteinander linker Arm, rechter Arm, linkes Bein, rechtes Bein. Der zuständige Arzt hatte mir damals damit gedroht, dass er beim nächsten Mal einfach ein Fass mit Gips anrührt und mich dort reinsteckt. Aber ich hatte meinen Spaß. Für unsere Schülerzeitung habe ich sogar mal einen Bericht über die lokale Skaterszene gebracht. Das war einfach eine tolle Zeit!

Das Problem ist: Das ist jetzt schon fast 30 Jahre her. Einen Tag, nachdem ich diese Zeilen schreibe, werde ich 42. Glücklicherweise sieht man mir das nicht an, ich werde gerne 5-10 Jahre jünger geschätzt.  Ich bin wohl jemand, den man heute einen Berufsjugendlichen nennt. Das liegt an meinen Interessen, meiner Lebensweise und meinen Klamotten. Ich bin halt einfach ein Nerd.

Dieser Wunsch nach einem Skateboard macht mir jedoch das erste Mal richtig bewusst, dass ich alt werde… halt, nein – alt bin! Seit ein paar Tagen google ich nach „Skateboarden im Alter“ oder „skateboarding with 40 years“. Offensichtlich bin ich mit dieser Idee nicht alleine. Es gibt ohne Ende Männer in meinem Alter, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Vielleicht ist das so etwas wie die Midlifecrisis, nur dass man sich nicht nach schnellen Cabrios und jungen Sekretärinnen sehnt, sondern nach Halfpipes und Wheelies. Und dann gibt es Typen wie Ben Jaeger-Thomas, der vor 2 Jahren mit dem Skateboarden angefangen hat und seitdem regelmäßig Videos von seinem Fortschritten postet.

Allerdings kann man auch ruhigen Gewissens sagen, dass Ben körperlich in wesentlich besserer Verfassung ist als ich. Das Verletzungsrisiko ist ohne Frage erhöht, die Gefahren für schwerwiegende Verletzungen wie Knochenbrüche sind im Alter größer. Auch Schürfwunden heilen nicht mehr so schnell. Natürlich ist Skateboarden anstrengend, besonders wenn man lange keinen Sport mehr gemacht hat – oder, wie ich, seit der Schule nie wieder.

Wirklich witzig fand ich bei meinen Recherchen aber, wie unterschiedlich dieses Thema in anderen Ländern aufgenommen wird. In den Vereinigten Staaten ist das – wie immer – kein Problem. Im Gegenteil, man wird sogar ermutigt, es doch zu versuchen, aber eben auch auf die Risiken zu achten. In Deutschland dagegen erntet man – wie immer – Kopfschütteln. Für Erwachsene gehört sich das nicht, das ist was für Kinder oder Jugendliche. In der Frauenzeitschrift Brigitte gab es vor ein paar Jahren  mal einen Artikel, dass Männer über 25 kein Skateboard mehr fahren sollten – allerdings hatte die Redaktion dafür einen heftigen Shitstorm kassiert. Skateboard fahren wird hier auch immer noch als sehr rebellisch angesehen. Und deshalb liest man gerne auch mal, dass alte Männer den Jugendlichen nicht die Rebellion wegnehmen sollen. Aber mal ehrlich, gibt es etwas rebellischeres als einen 40jährigen, der gegen die gesellschaftliche Norm antritt und bösen Blicken trotzt, während er einen Powerslide macht? Ja, wahrscheinlich schon… Mit Titus Dittmann, dem Vater der deutschen Skateboard-Szene, und Frank Thelen, Seriengründer und irgendwie mehr so ein Nerd wie ich, gibt es aber auch in Deutschland gute Beispiele dafür, dass Skateboards und Alter sich nicht ausschließen.

Und was mache ich nun? Ich bin mir immer noch nicht sicher. Vielleicht kaufe ich mir tatsächlich demnächst ein Board und probiere es einfach mal aus. Im schlimmsten Fall habe ich einfach wieder ein Spielzeug in meinem Zimmer stehen, dass mir neben LEGO und Actionfiguren zeigt, dass ich langsam erwachsen werden sollte. Vielleicht schenke ich meinem Neffen zum Geburtstag eins und probiere es dann selbst mal aus. Vielleicht lasse ich es auch einfach und schaue weiterhin YouTube-Videos mit coolen Tricks und spiele Tony Hawk’s Pro Skater 3 auf einem Playstation-Emulator. Ist wahrscheinlich die sicherste aller Varianten. Aber auch die langweiligste.

My thoughts on Laravel Spark

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Development

tl;dr: It sucks. For me. I might be wrong.

If you don’t know, what Spark is: It’s „a Laravel package that provides scaffolding for all of the stuff you don’t want to code“, as said on its website. When it was released I was very excited, because of the promises it made. It already has authentication, user profiles, billing, etc. included. All for just 99$ for a single license or $299, if you want to use it on unlimited sites.

So I bought a single license and was thinking about porting my current project to Spark. I read about first projects finished, like Web Uptime from Gilbert Pellegrom, who wrote a nice article on how he built it. So it does work and seems to be cool.

To continue I probably need to tell you about myself: I’m 42 years old and write code since I’m 10. I did BASIC and Assembler on C64, wrote games and small applications with TurboPascal on DOS and Delphi on Windows and hated Perl, when I needed it in a company. I think, I started PHP around 1998. Since then I mainly worked at web agencies and startups. I love to build new things, that’s why I became a developer.  Oh, and I always code on Windows. I don’t have anything against OSX or Linux, I use both of them infrequently and I feel secure on the shell. It’s just, that I love to run a game now and then and I miss Photoshop on Linux. And with XAMPP or EasyPHP (which I like more than XAMPP) it never was a problem to get my stuff done, so why should I switch?

I tried several PHP frameworks in the past. Zend Framework, Symfony, CakePHP, etc. I loved to use CodeIgniter until it died a horrible death. Somewhere around 2013 I found out about Laravel and it felt great. At the same time I wrote a lot of Rails stuff, but as you probably know Rails is somehow hard to get to work on Windows. So I did Rails at work and used Laravel at home for my personal projects. And I enjoyed it, because it felt like Rails but I could use the language I feel secure with.

But since Laravel 5.2 this changes. It began with ANSI colors in php artisan (afaik ANSI colors don’t work on Windows cmd). And with Spark it gets even worse. I know, Taylor Otwell does a great job with Laravel. But there are some things he does with Spark that work against the principles of Laravel. Like hard coded routes in the views. Why is there href=“/home“, if we have named routes since years? Also Spark does not update, because Windows Apache does not support $_SERVER[‚HOME‘]. A fix for that is in the laravel/spark issues on GitHub – not included in Spark until now. Routing does not work on Windows either. After logging in I don’t get to the Spark Dashboard but the main folder of EasyPHP.

So you probably will tell me: „Why don’t you use homestead?“ You’re right and I tried. But even this doesn’t work. That’s why I started this post. I installed Spark and tried to npm install. Then after 10 minutes this happened:

114133 warn optional Skipping failed optional dependency /chokidar/fsevents:
114134 warn notsup Not compatible with your operating system or architecture: fsevents@1.0.12
114135 warn optional Skipping failed optional dependency /gulp-watch/chokidar/fsevents:
114136 warn notsup Not compatible with your operating system or architecture: fsevents@1.0.12
114137 verbose stack Error: EPROTO: protocol error, symlink ‚../acorn/bin/acorn‘ -> ‚/home/vagrant/Code/xxx/node_modules/.bin/acorn‘
114137 verbose stack at Error (native)
114138 verbose cwd /home/vagrant/Code/xxx
114139 error Linux 4.4.0-22-generic
114140 error argv „/usr/bin/nodejs“ „/usr/bin/npm“ „install“
114141 error node v5.12.0
114142 error npm v3.8.6
114143 error path ../acorn/bin/acorn
114144 error code EPROTO
114145 error errno -71
114146 error syscall symlink
114147 error EPROTO: protocol error, symlink ‚../acorn/bin/acorn‘ -> ‚/home/vagrant/Code/xxx/node_modules/.bin/acorn‘
114148 error If you need help, you may report this error at:
114148 error <https://github.com/npm/npm/issues>
114149 verbose exit [ -71, true ]

It was a fresh installation. I did not change anything and followed the documentation. WHY?!

People say that Laravel is for PHP what Rails is for Ruby. Unfortunaly they might be right. As a Windows developer I’m really afraid which road Laravel will take with 5.3.

So in the end: Spark sucks. At least on Windows it does. With all the promises on the Spark website setting up a Laravel project should be less work. But it’s not. It makes Laravel development harder and more frustrating. I know it works and then it’s probably great. But for me it does not and with all the hours wasted I probably could have implemented  most of the features by myself.

Alte Programmierbücher für Kinder kostenlos

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Development / Gaming / Retro

Lange bevor ich meinen ersten Computer hatte, brachte ich mir selbst programmieren bei. Ich muss so ca. 10 Jahre alt gewesen sein und verbrachte viel Zeit in unserer Stadtbibliothek. Auf der Suche nach interessanten Sachbüchern verirrte ich mich eines Tages in die Computerabteilung. Dort fand ich Bücher über BASIC, einer inzwischen über 50 Jahre alten Programmiersprache, die sehr einfach zu lernen ist. Ich war total fasziniert und begann – mangels eines eigenen Computers – kleine Programme auf Mathepapier zu schreiben. Keine Ahnung, ob sie je funktioniert hätten, aber ich verbrachte Stunden, um kleine Rätselspiele oder Matheprogramme zu schreiben.

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Mein erstes Jahr in Dresden – ein (Zwischen?)fazit

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Dresden

Heute vor einem Jahr bin ich von Hamburg nach Dresden gezogen. Hamburg war für mich für viele Jahre ein Traum, seitdem ich Ende der 90er das erste Mal dort war. Es hat aber über 10 Jahre gedauert, bis ich ihn wahr machen konnte. Dresden kannte ich nur vom Hörensagen oder vielleicht von Bildern der Frauenkirche und ein paar Besuchen im Jahr 2013. Ansonsten bin ich ganz ohne Eindrücke aber mit vielen Erwartungen in diese schöne Stadt gezogen.

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Eine deutsch-deutsche Brieffreundschaft

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27 Jahre ist es knapp her, dass meine eigene kleine Wende-Geschichte begann. Ich war 13 und hatte in einem Preisausschreiben des damals sehr populären Garfield-Comics gewonnen. Nur ein Trostpreis, aber meine komplette Adresse war im Heft abgedruckt, dass irgendwie in die DDR gelang. Und einem jungen Mädchen aus dem Heilbad Heiligenstadt in Thüringen gefiel mein Name (unter Dutzenden anderen Gewinnern) so sehr, dass sie ihren Stift nahm,  und mich fragte, ob ich ihr Brieffreund werden möchte.

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Die ET-Verschwörung

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Am Samstag wurden  in Alamogordo, New Mexico Atari 2600-Module vom schlechtesten Spiel aller Zeiten ausgegraben. Damit wurde eine seit 30 Jahren bestehende moderne Sage bestätigt. Die gesamte Online-Welt war begeistert! Die gesamte Online-Welt? Nein, eine kleine Gruppe Skeptiker hält die ganze Geschichte für erstunken und erlogen – oder wenigstens für fragwürdig. Aber warum eigentlich?

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